Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 10

1Schädliche Fliegen verderben gute Salben; also wiegt ein wenig Torheit schwerer denn Weisheit und Ehre. 2Des Weisen Herz ist zu seiner Rechten; aber des Narren Herz ist zu seiner Linken. 3Auch ob der Narr selbst närrisch ist in seinem Tun, doch hält er jedermann für einen Narren. 4Wenn eines Gewaltigen Zorn wider dich ergeht, so laß dich nicht entrüsten; denn Nachlassen stillt großes Unglück. {Psalm.37,1} 37,1
Ein Psalm Davids. Erzürne dich nicht über die Bösen; sei nicht neidisch auf die Übeltäter.
{Sprüche.24,19} 24,19
Erzürne dich nicht über die Bösen und eifere nicht über die Gottlosen.


5Es ist ein Unglück, das ich sah unter der Sonne, gleich einem Versehen, das vom Gewaltigen ausgeht: 6daß ein Narr sitzt in großer Würde, und die Reichen in Niedrigkeit sitzen. {Sprüche.30,21} 30,21
Ein Land wird durch dreierlei unruhig, und das vierte kann es nicht ertragen:
7Ich sah Knechte auf Rossen, und Fürsten zu Fuß gehen wie Knechte. 8Aber wer eine Grube macht, der wird selbst hineinfallen; und wer den Zaun zerreißt, den wird eine Schlange stechen. {Sprüche.26,27} 26,27
Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen.
9Wer Steine wegwälzt, der wird Mühe damit haben; und wer Holz spaltet, der wird davon verletzt werden. 10Wenn ein Eisen stumpf wird und an der Schneide ungeschliffen bleibt, muß man's mit Macht wieder schärfen; also folgt auch Weisheit dem Fleiß. 11Ein Schwätzer ist nichts Besseres als eine Schlange, die ohne Beschwörung sticht. {Psalm.58,5} 58,5
Ihr Wüten ist gleichwie das Wüten einer Schlange, wie die taube Otter, die ihr Ohr zustopft,
12Die Worte aus dem Mund eines Weisen sind holdselig; aber des Narren Lippen verschlingen ihn selbst. 13Der Anfang seiner Worte ist Narrheit, und das Ende ist schädliche Torheit. 14Ein Narr macht viele Worte; aber der Mensch weiß nicht, was gewesen ist, und wer will ihm sagen, was nach ihm werden wird? {Prediger.5,2} 5,2
Denn wo viel Sorgen ist, da kommen Träume; und wo viel Worte sind, da hört man den Narren.
{Prediger.8,7} 8,7
Denn er weiß nicht, was geschehen wird; und wer soll ihm sagen, wie es werden soll?
15Die Arbeit der Narren wird ihnen sauer, weil sie nicht wissen in die Stadt zu gehen. 16Weh dir, Land, dessen König ein Kind ist, und dessen Fürsten in der Frühe speisen! {Jesaja.3,4} 3,4
Und ich will ihnen Jünglinge zu Fürsten geben, und Kindische sollen über sie herrschen.
17Wohl dir, Land, dessen König edel ist, und dessen Fürsten zu rechter Zeit speisen, zur Stärke und nicht zur Lust! 18Denn durch Faulheit sinken die Balken, und durch lässige Hände wird das Haus triefend. {Sprüche.19,15} 19,15
Faulheit bringt Schlafen, und eine lässige Seele wird Hunger leiden.
19Das macht, sie halten Mahlzeiten, um zu lachen, und der Wein muß die Lebendigen erfreuen, und das Geld muß ihnen alles zuwege bringen. {Richter.9,13} 9,13
Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, der Götter und Menschen fröhlich macht, und hingehen, daß ich über den Bäumen schwebe?
{Psalm.104,15} 104,15
und daß der Wein erfreue des Menschen Herz, daß seine Gestalt schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke;
20Fluche dem König nicht in deinem Herzen und fluche dem Reichen nicht in deiner Schlafkammer; denn die Vögel des Himmels führen die Stimme fort, und die Fittiche haben, sagen's weiter. {2 Mose.22,27} 22,27
Den "Göttern" sollst du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk nicht lästern.




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