Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 9

1Die Weisheit baute ihr Haus und hieb sieben Säulen, 2schlachtete ihr Vieh und trug ihren Wein auf und bereitete ihren Tisch {Matthäus.22,4} 22,4
Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit!
3und sandte ihre Dirnen aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt: 4"Wer verständig ist, der mache sich hierher!", und zum Narren sprach sie: 5"Kommet, zehret von meinem Brot und trinket den Wein, den ich schenke; 6verlaßt das unverständige Wesen, so werdet ihr leben, und gehet auf dem Wege der Klugheit." {Sprüche.1,22} 1,22
Wie lange wollt ihr Unverständigen unverständig sein und die Spötter Lust zu Spötterei und die Ruchlosen die Lehre hassen?
7Wer den Spötter züchtigt, der muß Schande auf sich nehmen; und wer den Gottlosen straft, der muß gehöhnt werden.

8Strafe den Spötter nicht, er haßt dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben. {Sprüche.23,9} 23,9
Rede nicht vor des Narren Ohren; denn er verachtet die Klugheit deiner Rede.
9Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen. 10Der Weisheit Anfang ist des HERRN Furcht, und den Heiligen erkennen ist Verstand. {Sprüche.1,7} 1,7
Des HERRN Furcht ist Anfang der Erkenntnis. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht.
11Denn durch mich werden deiner Tage viel werden und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden. {Sprüche.3,2} 3,2
Denn sie werden dir langes Leben und gute Jahre und Frieden bringen;
{Sprüche.3,16} 3,16
Langes Leben ist zu ihrer rechten Hand; zu ihrer Linken ist Reichtum und Ehre.
12Bist du weise, so bist du dir weise; bist du ein Spötter, so wirst du es allein tragen. 13Es ist aber ein törichtes, wildes Weib, voll Schwätzens, und weiß nichts; 14die sitzt in der Tür ihres Hauses auf dem Stuhl, oben in der Stadt, 15zu laden alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln: 16"Wer unverständig ist, der mache sich hierher!", und zum Narren spricht sie: 17"Die gestohlenen Wasser sind süß, und das verborgene Brot schmeckt wohl." {Sprüche.20,17} 20,17
Das gestohlene Brot schmeckt dem Manne wohl; aber hernach wird ihm der Mund voll Kieselsteine werden.
18Er weiß aber nicht, daß daselbst Tote sind und ihre Gäste in der tiefen Grube.



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