Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 23

1Wenn du sitzest und issest mit einem Herrn, so merke, wen du vor dir hast, 2und setze ein Messer an deine Kehle, wenn du gierig bist. 3Wünsche dir nichts von seinen feinen Speisen; denn es ist falsches Brot. 4Bemühe dich nicht reich zu werden und laß ab von deinen Fündlein. {Sprüche.28,22} 28,22
Wer eilt zum Reichtum und ist neidisch, der weiß nicht, daß Mangel ihm begegnen wird.
{Prediger.9,11} 9,11
Ich wandte mich und sah, wie es unter der Sonne zugeht, daß zum Laufen nicht hilft schnell zu sein, zum Streit hilft nicht stark sein, zur Nahrung hilft nicht geschickt sein, zum Reichtum hilft nicht klug sein; daß einer angenehm sei, dazu hilft nicht, daß er ein Ding wohl kann; sondern alles liegt an Zeit und Glück.


5Laß dein Augen nicht fliegen nach dem, was du nicht haben kannst; denn dasselbe macht sich Flügel wie ein Adler und fliegt gen Himmel. 6Iß nicht Brot bei einem Neidischen und wünsche dir von seinen feinen Speisen nichts. 7Denn wie ein Gespenst ist er inwendig; er spricht: Iß und trink! und sein Herz ist doch nicht mit dir. 8Deine Bissen die du gegessen hattest, mußt du ausspeien, und mußt deine freundlichen Worte verloren haben. 9Rede nicht vor des Narren Ohren; denn er verachtet die Klugheit deiner Rede. {Sprüche.9,8} 9,8
Strafe den Spötter nicht, er haßt dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben.
10Verrücke nicht die vorigen Grenzen und gehe nicht auf der Waisen Acker. {Sprüche.22,28} 22,28
Verrücke nicht die vorigen Grenzen, die deine Väter gemacht haben.
11Denn ihr Erlöser ist mächtig; der wird ihre Sache wider dich ausführen. 12Gib dein Herz zur Zucht und deine Ohren zu vernünftiger Rede. 13Laß nicht ab den Knaben zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute haust, so wird man ihn nicht töten. 14Du haust ihn mit der Rute; aber du errettest seine Seele vom Tode. {Sprüche.13,24} 13,24
Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.
{Sprüche.22,15} 22,15
Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht wird sie fern von ihm treiben.
15Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, so freut sich auch mein Herz; 16und meine Nieren sind froh, wenn deine Lippen reden, was recht ist. 17Dein Herz folge nicht den Sündern, sondern sei täglich in der Furcht des HERRN. 18Denn es wird dir hernach gut sein, und dein Warten wird nicht trügen. 19Höre, mein Sohn, und sei weise und richte dein Herz in den Weg. 20Sei nicht unter den Säufern und Schlemmern; {Lukas.21,34} 21,34
Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung und komme dieser Tag schnell über euch;
21denn die Säufer und Schlemmer verarmen, und ein Schläfer muß zerrissene Kleider tragen. 22Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt wird. {Sprüche.1,8} 1,8
Mein Kind, gehorche der Zucht deines Vaters und verlaß nicht das Gebot deiner Mutter.
23Kaufe Wahrheit, und verkaufe sie nicht, Weisheit, Zucht und Verstand. 24Der Vater eines Gerechten freut sich; und wer einen Weisen gezeugt hat, ist fröhlich darüber. 25Laß sich deinen Vater und deine Mutter freuen, und fröhlich sein, die dich geboren hat. 26Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und laß deinen Augen meine Wege wohl gefallen. 27Denn eine Hure ist eine tiefe Grube, und eine Ehebrecherin ist ein enger Brunnen. {Sprüche.22,14} 22,14
Der Huren Mund ist eine Tiefe Grube; wem der HERR ungnädig ist, der fällt hinein.
28Auch lauert sie wie ein Räuber, und die Frechen unter den Menschen sammelt sie zu sich. {Sprüche.7,12} 7,12
Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse, und lauert an allen Ecken.
29Wo ist Weh? wo ist Leid? wo ist Zank? wo ist Klagen? wo sind Wunden ohne Ursache? wo sind trübe Augen? {Sprüche.21,17} 21,17
Wer gern in Freuden lebt, dem wird's mangeln; und wer Wein und Öl liebt, wird nicht reich.
{Sprüche.20,13} 20,13
Liebe den Schlaf nicht, daß du nicht arm werdest; laß deine Augen wacker sein, so wirst du Brot genug haben.
30Wo man beim Wein liegt und kommt, auszusaufen, was eingeschenkt ist. {Sprüche.20,1} 20,1
Der Wein macht lose Leute, und starkes Getränk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise.
{Jesaja.5,11} 5,11
Weh denen, die des Morgens früh auf sind, des Saufens sich zu fleißigen, und sitzen bis in die Nacht, daß sie der Wein erhitzt,
{Jesaja.5,22} 5,22
Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, und Krieger in Völlerei;
31Siehe den Wein nicht an, daß er so rot ist und im Glase so schön steht. Er geht glatt ein; 32aber danach beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter. 33So werden deine Augen nach andern Weibern sehen, und dein Herz wird verkehrte Dinge reden, 34und wirst sein wie einer, der mitten im Meer schläft, und wie einer schläft oben auf dem Mastbaum. 35"Sie schlagen mich, aber es tut mir nicht weh; sie klopfen mich, aber ich fühle es nicht. Wann will ich aufwachen, daß ich's mehr treibe?" {Jesaja.56,12} 56,12
"Kommt her, laßt uns Wein holen und uns vollsaufen, und soll morgen sein wie heute und noch viel mehr."




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