Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 19

1Ein Armer, der in seiner Frömmigkeit wandelt, ist besser denn ein Verkehrter mit seinen Lippen, der doch ein Narr ist. {Sprüche.28,6} 28,6
Es ist besser ein Armer, der in seiner Frömmigkeit geht, denn ein Reicher, der in verkehrten Wegen geht.
2Wo man nicht mit Vernunft handelt, da geht's nicht wohl zu; und wer schnell ist mit Füßen, der tut sich Schaden.

3Die Torheit eines Menschen verleitet seinen Weg, und doch tobt sein Herz wider den HERRN. {Klagelieder.3,39} 3,39
Wie murren denn die Leute im Leben also? Ein jeglicher murre wider seine Sünde!
4Gut macht viele Freunde; aber der Arme wird von seinen Freunden verlassen. {Sprüche.14,20} 14,20
Einen Armen hassen auch seine Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde.
5Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Lügen frech redet, wird nicht entrinnen. {Sprüche.19,9} 19,9
Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen redet, wird umkommen.
{Sprüche.21,28} 21,28
Ein lügenhafter Zeuge wird umkommen; aber wer sich sagen läßt, den läßt man auch allezeit wiederum reden.
{5 Mose.19,18} 19,18
und die Richter sollen wohl forschen. Und wenn der falsche Zeuge hat ein falsches Zeugnis wider seinen Bruder gegeben,
6Viele schmeicheln der Person des Fürsten; und alle sind Freunde des, der Geschenke gibt. 7Den Armen hassen alle seine Brüder; wie viel mehr halten sich seine Freunde von ihm fern! Und wer sich auf Worte verläßt, dem wird nichts. {Sprüche.19,4} 19,4
Gut macht viele Freunde; aber der Arme wird von seinen Freunden verlassen.
8Wer klug wird, liebt sein Leben; und der Verständige findet Gutes. 9Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen redet, wird umkommen. {Sprüche.19,5} 19,5
Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Lügen frech redet, wird nicht entrinnen.
10Dem Narren steht nicht wohl an, gute Tage haben, viel weniger einem Knecht, zu herrschen über Fürsten. 11Wer geduldig ist, der ist ein kluger Mensch, und ist ihm eine Ehre, daß er Untugend überhören kann. 12Die Ungnade des Königs ist wie das Brüllen eines jungen Löwen; aber seine Gnade ist wie der Tau auf dem Grase. {Sprüche.20,2} 20,2
Das Schrecken des Königs ist wie das Brüllen eines jungen Löwen; wer ihn erzürnt, der sündigt wider sein Leben.
{Sprüche.16,14} 16,14
Des Königs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versöhnen.
13Ein törichter Sohn ist seines Vaters Herzeleid, und ein zänkisches Weib ein stetiges Triefen. {Sprüche.10,1} 10,1
Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen.
14Haus und Güter vererben die Eltern; aber ein vernünftiges Weib kommt vom HERRN. {Sprüche.18,22} 18,22
Wer eine Ehefrau findet, der findet etwas Gutes und kann guter Dinge sein im HERRN.
15Faulheit bringt Schlafen, und eine lässige Seele wird Hunger leiden. {Sprüche.10,4} 10,4
Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.
{Sprüche.23,21} 23,21
denn die Säufer und Schlemmer verarmen, und ein Schläfer muß zerrissene Kleider tragen.
16Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber seines Weges nicht achtet, wird sterben. {Sprüche.16,17} 16,17
Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahrt, der erhält sein Leben.
17Wer sich des Armen erbarmt, der leihet dem HERRN; der wird ihm wieder Gutes vergelten. {Sprüche.14,31} 14,31
Wer dem Geringen Gewalt tut, der lästert desselben Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
{Psalm.41,2} 41,2
Wohl dem, der sich des Dürftigen annimmt! Den wird der HERR erretten zur bösen Zeit.
{Matthäus.25,40} 25,40
Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
18Züchtige deinen Sohn, solange Hoffnung da ist; aber laß deine Seele nicht bewegt werden, ihn zu töten. {Epheser.6,4} 6,4
Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Vermahnung zum HERRN.
19Großer Grimm muß Schaden leiden; denn willst du ihm steuern, so wird er noch größer. 20Gehorche dem Rat, und nimm Zucht an, daß du hernach weise seiest. 21Es sind viel Anschläge in eines Mannes Herzen; aber der Rat des HERRN besteht. {Sprüche.16,9} 16,9
Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein gibt, daß er fortgehe.
{Jeremia.10,23} 10,23
Ich weiß, HERR, daß des Menschen Tun steht nicht in seiner Gewalt, und steht in niemands Macht, wie er wandle oder seinen Gang richte.
22Ein Mensch hat Lust an seiner Wohltat; und ein Armer ist besser denn ein Lügner. 23Die Furcht des HERRN fördert zum Leben, und wird satt bleiben, daß kein Übel sie heimsuchen wird. {Sprüche.14,27} 14,27
Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes.
24Der Faule verbirgt seine Hand im Topf und bringt sie nicht wieder zum Munde. {Sprüche.26,15} 26,15
Der Faule verbirgt seine Hand in dem Topf, und wird ihm sauer, daß er sie zum Munde bringe.
25Schlägt man den Spötter, so wird der Unverständige klug; straft man einen Verständigen, so wird er vernünftig. {Sprüche.21,11} 21,11
Wenn der Spötter gestraft wird, so werden die Unvernünftigen Weise; und wenn man einen Weisen unterrichtet, so wird er vernünftig.
26Wer Vater verstört und Mutter verjagt, der ist ein schändliches und verfluchtes Kind. 27Laß ab, mein Sohn, zu hören die Zucht, und doch abzuirren von vernünftiger Lehre. {Jakobus.1,22} 1,22
Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, wodurch ihr euch selbst betrügt.
28Ein loser Zeuge spottet des Rechts, und der Gottlosen Mund verschlingt das Unrecht. 29Den Spöttern sind Strafen bereitet, und Schläge auf der Narren Rücken. {Sprüche.26,3} 26,3
Dem Roß eine Geißel und dem Esel einen Zaum und dem Narren eine Rute auf den Rücken!




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