Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 18

1Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und setzt sich wider alles, was gut ist. 2Ein Narr hat nicht Lust am Verstand, sondern kundzutun, was in seinem Herzen steckt.

3Wo der Gottlose hin kommt, da kommt Verachtung und Schmach mit Hohn. 4Die Worte in eines Mannes Munde sind wie tiefe Wasser, und die Quelle der Weisheit ist ein voller Strom. 5Es ist nicht gut, die Person des Gottlosen achten, zu beugen den Gerechten im Gericht. {5 Mose.1,17} 1,17
Keine Person sollt ihr im Gericht ansehen, sondern sollt den Kleinen hören wie den Großen, und vor niemandes Person euch scheuen; denn das Gerichtamt ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu hart sein, die lasset an mich gelangen, daß ich sie höre.
6Die Lippen des Narren bringen Zank, und sein Mund ringt nach Schlägen. 7Der Mund des Narren schadet ihm selbst, und seine Lippen fangen seine eigene Seele. {Sprüche.13,3} 13,3
Wer seinen Mund bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, der kommt in Schrecken.
{Sprüche.16,26} 16,26
Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigen Maul.
8Die Worte des Verleumders sind Schläge und gehen einem durchs Herz. {Sprüche.26,22} 26,22
Die Worte des Verleumders sind wie Schläge, und sie gehen durchs Herz.
9Wer lässig ist in seiner Arbeit, der ist ein Bruder des, der das Seine umbringt. {Sprüche.10,4} 10,4
Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.
10Der Name des HERRN ist ein festes Schloß; der Gerechte läuft dahin und wird beschirmt. {Sprüche.14,26} 14,26
Wer den HERRN fürchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmt.
{Psalm.20,2} 20,2
Der HERR erhöre dich in der Not; der Name des Gottes Jakobs schütze dich!
11Das Gut des Reichen ist ihm eine feste Stadt und wie hohe Mauern in seinem Dünkel. {Sprüche.10,15} 10,15
Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blöde.
12Wenn einer zu Grunde gehen soll, wird sein Herz zuvor stolz; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden. {Sprüche.16,18} 16,18
Wer zu Grunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall.
{Sprüche.15,33} 15,33
Die Furcht des HERRN ist Zucht und Weisheit; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden.
13Wer antwortet ehe er hört, dem ist's Narrheit und Schande. 14Wer ein fröhlich Herz hat, der weiß sich in seinem Leiden zu halten; wenn aber der Mut liegt, wer kann's tragen? {Sprüche.15,13} 15,13
Ein fröhlich Herz macht ein fröhlich Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, so fällt auch der Mut.
{Sprüche.15,15} 15,15
Ein Betrübter hat nimmer einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein täglich Wohlleben.
15Ein verständiges Herz weiß sich vernünftig zu halten; und die Weisen hören gern, wie man vernünftig handelt. 16Das Geschenk des Menschen macht ihm Raum und bringt ihn vor die großen Herren. {1 Mose.43,11} 43,11
Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: Muß es denn ja also sein, so tut's und nehmt von des Landes besten Früchten in eure Säcke und bringt dem Manne Geschenke hinab: ein wenig Balsam und Honig, Würze und Myrrhe, Datteln und Mandeln.
17Ein jeglicher ist zuerst in seiner Sache gerecht; kommt aber sein Nächster hinzu, so findet sich's. 18Das Los stillt den Hader und scheidet zwischen den Mächtigen. {Sprüche.16,33} 16,33
Das Los wird geworfen in den Schoß; aber es fällt, wie der HERR will.
19Ein verletzter Bruder hält härter den eine feste Stadt, und Zank hält härter denn Riegel am Palast. 20Einem Mann wird vergolten, darnach sein Mund geredet hat, und er wird gesättigt von der Frucht seiner Lippen. {Sprüche.12,14} 12,14
Viel Gutes kommt dem Mann durch die Frucht des Mundes; und dem Menschen wird vergolten, nach dem seine Hände verdient haben.
{Sprüche.13,2} 13,2
Die Frucht des Mundes genießt man; aber die Verächter denken nur zu freveln.
21Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, der wird von ihrer Frucht essen. {Sprüche.13,3} 13,3
Wer seinen Mund bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, der kommt in Schrecken.
22Wer eine Ehefrau findet, der findet etwas Gutes und kann guter Dinge sein im HERRN. {Sprüche.19,14} 19,14
Haus und Güter vererben die Eltern; aber ein vernünftiges Weib kommt vom HERRN.
{Sprüche.31,10} 31,10
Wem ein tugendsam Weib beschert ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen.
23Ein Armer redet mit Flehen, ein Reicher antwortet stolz. 24Ein treuer Freund liebt mehr uns steht fester bei denn ein Bruder.



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