Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 17

1Es ist ein trockner Bissen, daran man sich genügen läßt, besser denn ein Haus voll Geschlachtetes mit Hader. {Sprüche.15,16} 15,16
Es ist besser ein wenig mit der Furcht des HERRN denn großer Schatz, darin Unruhe ist.
{Sprüche.16,8} 16,8
Es ist besser ein wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommen mit Unrecht.
2Ein kluger Knecht wird herrschen über unfleißige Erben und wird unter den Brüdern das Erbe austeilen.

3Wie das Feuer Silber und der Ofen Gold, also prüft der HERR die Herzen. {Psalm.66,10} 66,10
Denn, Gott, du hast uns versucht und geläutert wie das Silber geläutert wird;
4Ein Böser achtet auf böse Mäuler, und ein Falscher gehorcht den schädlichen Zungen. 5Wer des Dürftigen spottet, der höhnt desselben Schöpfer; und wer sich über eines andern Unglück freut, der wird nicht ungestraft bleiben. {Sprüche.14,31} 14,31
Wer dem Geringen Gewalt tut, der lästert desselben Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
6Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Väter. {Psalm.128,6} 128,6
und sehest deiner Kinder Kinder. Friede über Israel!
7Es steht einem Narren nicht wohl an, von hohen Dingen reden, viel weniger einem Fürsten, daß er gern lügt. 8Wer zu schenken hat, dem ist's ein Edelstein; wo er sich hin kehrt, ist er klug geachtet. 9Wer Sünde zudeckt, der macht Freundschaft; wer aber die Sache aufrührt, der macht Freunde uneins. 10Schelten bringt mehr ein an dem Verständigen denn hundert Schläge an dem Narren. 11Ein bitterer Mensch trachtet, eitel Schaden zu tun; aber es wird ein grimmiger Engel über ihn kommen. 12Es ist besser, einem Bären begegnen, dem die Jungen geraubt sind, denn einem Narren in seiner Narrheit. 13Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird Böses nicht lassen. {Psalm.109,5} 109,5
Sie beweisen mir Böses um Gutes und Haß um Liebe.
14Wer Hader anfängt, ist gleich dem, der dem Wasser den Damm aufreißt. Laß du vom Hader, ehe du drein gemengt wirst. 15Wer den Gottlosen gerechtspricht und den Gerechten verdammt, die sind beide dem HERRN ein Greuel. {Jesaja.5,23} 5,23
die den Gottlosen gerechtsprechen um Geschenke willen und das Recht der Gerechten von ihnen wenden!
16Was soll dem Narren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, so er doch ein Narr ist? 17Ein Freund liebt allezeit, und als ein Bruder wird er in Not erfunden. {Sprüche.18,24} 18,24
Ein treuer Freund liebt mehr uns steht fester bei denn ein Bruder.
18Es ist ein Narr, der in die Hand gelobt und Bürge wird für seinen Nächsten. {Sprüche.6,1} 6,1
Mein Kind, wirst du Bürge für deinen Nächsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet,
19Wer Zank liebt, der liebt Sünde; und wer seine Türe hoch macht, ringt nach Einsturz. 20Ein verkehrtes Herz findet nichts Gutes; und der verkehrter Zunge ist, wird in Unglück fallen. 21Wer einen Narren zeugt, der hat Grämen; und eines Narren Vater hat keine Freude. {Sprüche.10,1} 10,1
Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen.
22Ein fröhlich Herz macht das Leben lustig; aber ein betrübter Mut vertrocknet das Gebein. {Sprüche.15,13} 15,13
Ein fröhlich Herz macht ein fröhlich Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, so fällt auch der Mut.
{Sprüche.15,15} 15,15
Ein Betrübter hat nimmer einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein täglich Wohlleben.
23Der Gottlose nimmt heimlich gern Geschenke, zu beugen den Weg des Rechts. 24Ein Verständiger gebärdet sich weise; ein Narr wirft die Augen hin und her. {Sprüche.4,25} 4,25
Laß deine Augen stracks vor sich sehen und deine Augenlider richtig vor dir hin blicken.
25Ein törichter Sohn ist seines Vaters Trauern und Betrübnis der Mutter, die ihn geboren hat. {Sprüche.17,21} 17,21
Wer einen Narren zeugt, der hat Grämen; und eines Narren Vater hat keine Freude.
26Es ist nicht gut, daß man den Gerechten schindet, noch den Edlen zu schlagen, der recht handelt. 27Ein Vernünftiger mäßigt seine Rede; und ein verständiger Mann ist kaltes Muts. {Sprüche.10,19} 10,19
Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, ist klug.
{Jakobus.1,19} 1,19
Darum, liebe Brüder, ein jeglicher Mensch sei schnell, zu hören, langsam aber, zu reden, und langsam zum Zorn.
28Ein Narr, wenn er schwiege, wurde auch für weise gerechnet, und für verständig, wenn er das Maul hielte. {Hiob.13,5} 13,5
Wollte Gott, ihr schwieget, so wäret ihr weise.




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