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Kapitel 5
Warnung vor Unmut - Empfehlung von Demut und Beugung vor Gott
1Rufe doch! was gilts, ob einer dir antworte? Und an welchen von den Heiligen willst du dich wenden?
2Einen Toren aber erwürgt wohl der Unmut, und den Unverständigen tötet der Eifer.
3Ich sah einen Toren eingewurzelt, und ich fluchte plötzlich seinem Hause.
{Psalm.37,35} 37,35 Ich habe gesehen einen Gottlosen, der war trotzig und breitete sich aus und grünte wie ein Lorbeerbaum.
4Seine Kinder werden fern sein vom Heil und werden zerschlagen werden im Tor, da kein Erretter sein wird.
5Seine Ernte wird essen der Hungrige und auch aus den Hecken sie holen, und sein Gut werden die Durstigen aussaufen.
6Denn Mühsal aus der Erde nicht geht und Unglück aus dem Acker nicht wächst;
7sondern der Mensch wird zu Unglück geboren, wie die Vögel schweben, emporzufliegen.
8Ich aber würde zu Gott mich wenden und meine Sache vor ihn bringen,
9der große Dinge tut, die nicht zu erforschen sind, und Wunder, die nicht zu zählen sind:
{Hiob.9,10} 9,10 Er tut große Dinge, die nicht zu erforschen sind, und Wunder, deren keine Zahl ist.
10der den Regen aufs Land gibt und läßt Wasser kommen auf die Gefilde;
11der die Niedrigen erhöht und den Betrübten emporhilft.
{Psalm.75,8} 75,8 Denn Gott ist Richter, der diesen erniedrigt und jenen erhöht.{Lukas.1,52} 1,52 Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen.
12Er macht zunichte die Anschläge der Listigen, daß es ihre Hand nicht ausführen kann;
13er fängt die Weisen in ihrer Listigkeit und stürzt der Verkehrten Rat,
{1 Korinther.3,19} 3,19 Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben: "Die Weisen erhascht er in ihrer Klugheit."
14daß sie des Tages in der Finsternis laufen und tappen am Mittag wie in der Nacht.
{Jesaja.59,9} 59,9 Darum ist das Recht fern von uns, und wir erlangen die Gerechtigkeit nicht. Wir harren aufs Licht, siehe, so wird's finster, auf den Schein, siehe, so wandeln wir im Dunkeln.
15Er hilft den Armen von dem Schwert, von ihrem Munde und von der Hand des Mächtigen,
16und ist des Armen Hoffnung, daß die Bosheit wird ihren Mund müssen zuhalten.
17Siehe, selig ist der Mensch, den Gott straft; darum weigere dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht.
{Sprüche.3,11} 3,11 Mein Kind, verwirf die Zucht des HERRN nicht und sei nicht ungeduldig über seine Strafe.{Psalm.94,12} 94,12 Wohl dem, den du, HERR, züchtigst und lehrst ihn durch dein Gesetz,
18Denn er verletzt und verbindet; er zerschlägt und seine Hand heilt.
{5 Mose.32,39} 32,39 Seht ihr nun, daß ich's allein bin und ist kein Gott neben Mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette.{Hosea.6,1} 6,1 Kommt, wir wollen wieder zum HERRN; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.
19Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein Übel rühren:
{Sprüche.24,16} 24,16 Denn ein Gerechter fällt siebenmal und steht wieder auf; aber die Gottlosen versinken im Unglück.
20in der Teuerung wird er dich vom Tod erlösen und im Kriege von des Schwertes Hand;
21Er wird dich verbergen vor der Geißel Zunge, daß du dich nicht fürchtest vor dem Verderben, wenn es kommt;
22im Verderben und im Hunger wirst du lachen und dich vor den wilden Tieren im Lande nicht fürchten;
23sondern sein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde, und die wilden Tiere im Lande werden Frieden mit dir halten.
{Hosea.2,20} 2,20 Und ich will zur selben Zeit ihnen einen Bund machen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm auf Erden und will Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen.{Jesaja.11,6} 11,6 Die Wölfe werden bei den Lämmern wohnen und die Parder bei den Böcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben.
24Und du wirst erfahren, daß deine Hütte Frieden hat, und wirst deine Behausung versorgen und nichts vermissen,
25und wirst erfahren, daß deines Samens wird viel werden und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden,
26und wirst im Alter zum Grab kommen, wie Garben eingeführt werden zu seiner Zeit.
27Siehe, das haben wir erforscht und ist also; dem gehorche und merke du dir's.
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