Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 37

1Des entsetzt sich mein Herz und bebt. 2O höret doch, wie der Donner zürnt, und was für Gespräch von seinem Munde ausgeht! {Psalm.29,3} 29,3
Die Stimme des HERRN geht über den Wassern; der Gott der Ehren donnert, der HERR über großen Wassern.
3Er läßt ihn hinfahren unter allen Himmeln, und sein Blitz scheint auf die Enden der Erde. 4Ihm nach brüllt der Donner, und er donnert mit seinem großen Schall; und wenn sein Donner gehört wird, kann man's nicht aufhalten. 5Gott donnert mit seinem Donner wunderbar und tut große Dinge und wird doch nicht erkannt. 6Er spricht zum Schnee, so ist er bald auf Erden, und zum Platzregen, so ist der Platzregen da mit Macht. {Psalm.147,16} 147,16
Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche.
{Hiob.38,28} 38,28
Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taues gezeugt?
7Aller Menschen Hand hält er verschlossen, daß die Leute lernen, was er tun kann. 8Das wilde Tier geht in seine Höhle und bleibt an seinem Ort. {Psalm.104,22} 104,22
Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon und legen sich in ihre Höhlen.
9Von Mittag her kommt Wetter und von Mitternacht Kälte. 10Vom Odem Gottes kommt Frost, und große Wasser ziehen sich eng zusammen. 11Die Wolken beschwert er mit Wasser, und durch das Gewölk bricht sein Licht. 12Er kehrt die Wolken, wo er hin will, daß sie schaffen alles, was er ihnen gebeut, auf dem Erdboden: 13es sei zur Züchtigung über ein Land oder zur Gnade, läßt er sie kommen. 14Da merke auf, Hiob, stehe und vernimm die Wunder Gottes!

15Weißt du wie Gott solches über sie bringt und wie er das Licht aus seinen Wolken läßt hervorbrechen? {Hiob.38,-1} 38,-1
Wer bereitet den Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und fliegen irre, weil sie nicht zu essen haben?
16Weißt du wie sich die Wolken ausstreuen, die Wunder des, der vollkommen ist an Wissen? 17Du, des Kleider warm sind, wenn das Land still ist vom Mittagswinde, 18ja, du wirst mit ihm den Himmel ausbreiten, der fest ist wie ein gegossener Spiegel. 19Zeige uns, was wir ihm sagen sollen; denn wir können nichts vorbringen vor Finsternis. 20Wer wird ihm erzählen, daß ich wolle reden? So jemand redet, der wird verschlungen. 21Jetzt sieht man das Licht nicht, das am Himmel hell leuchtet; wenn aber der Wind weht, so wird's klar. 22Von Mitternacht kommt Gold; um Gott her ist schrecklicher Glanz. 23Den Allmächtigen aber können wir nicht finden, der so groß ist von Kraft; das Recht und eine gute Sache beugt er nicht. {Hiob.28,12} 28,12
Wo will man aber die Weisheit finden? und wo ist die Stätte des Verstandes?
24Darum müssen ihn fürchten die Leute; und er sieht keinen an, wie weise sie sind.



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