Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 35

Dritte Rede des Elihu: Bedeutung des Tuns des Menschen - Keine Erhörung bei Gott bei Mangel an Gottesfurcht

1Und es hob an Elihu und sprach: 2Achtest du das für Recht, daß du sprichst: "Ich bin gerechter denn Gott"? {Hiob.32,2} 32,2
Aber Elihu, der Sohn Baracheels von Bus, des Geschlechts Rams, ward zornig über Hiob, daß er seine Seele gerechter hielt denn Gott.


3Denn du sprichst: "Wer gilt bei dir etwas? Was hilft es, ob ich nicht sündige?" {Hiob.34,9} 34,9
Denn er hat gesagt: "Wenn jemand schon fromm ist, so gilt er doch nichts bei Gott."
4Ich will dir antworten ein Wort und deinen Freunden mit dir. 5Schaue gen Himmel und siehe; und schau an die Wolken, daß sie dir zu hoch sind. 6Sündigst du, was kannst du ihm Schaden? Und ob deiner Missetaten viel ist, was kannst du ihm tun? {Hiob.7,20} 7,20
Habe ich gesündigt, was tue ich dir damit, o du Menschenhüter? Warum machst du mich zum Ziel deiner Anläufe, daß ich mir selbst eine Last bin?
7Und ob du gerecht seist, was kannst du ihm geben, oder was wird er von deinen Händen nehmen? {Römer.11,35} 11,35
Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß ihm werde wiedervergolten?
8Einem Menschen, wie du bist, mag wohl etwas tun deine Bosheit, und einem Menschenkind deine Gerechtigkeit. 9Man schreit, daß viel Gewalt geschieht, und ruft über den Arm der Großen; 10aber man fragt nicht: "Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Lobgesänge gibt in der Nacht, {Psalm.42,9} 42,9
Der HERR hat des Tages verheißen seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.
{Apostelgeschichte.16,25} 16,25
Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und es hörten sie die Gefangenen.
11der uns klüger macht denn das Vieh auf Erden und weiser denn die Vögel unter dem Himmel?" 12Da schreien sie über den Hochmut der Bösen, und er wird sie nicht erhören. 13Denn Gott wird das Eitle nicht erhören, und der Allmächtige wird es nicht ansehen. {Johannes.9,31} 9,31
Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht hört; sondern so jemand gottesfürchtig ist und tut seinen Willen, den hört er.
14Nun sprichst du gar, du wirst ihn nicht sehen. Aber es ist ein Gericht vor ihm, harre sein nur! {Hiob.23,8} 23,8
Aber ich gehe nun stracks vor mich, so ist er nicht da; gehe ich zurück, so spüre ich ihn nicht;
15ob auch sein Zorn so bald nicht heimsucht und er sich's nicht annimmt, daß so viel Laster da sind. {Prediger.8,11} 8,11
Weil nicht alsbald geschieht ein Urteil über die bösen Werke, dadurch wird das Herz der Menschen voll, Böses zu tun.
16Darum hat Hiob seinen Mund umsonst aufgesperrt und gibt stolzes Gerede vor mit Unverstand.



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