Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

bibel-online.net
 [neue Suche] 
Kapitel: 1 |  2 |  3 |  4 |  5 |  6 |  7 |  8 |  9 |  10 |  11 |  12 |  13 |  14 |  15 |  16 |  17 |  18 |  19 |  20 |  21 |  22 |  23 |  24 |  25 |  26 |  27 |  28 |  29 |  30 |  31 |  32 |  33 |  34 |  35 |  36 |  37 |  38 |  39 |  40 |  41 |  42 |  Inhaltsverzeichnis

Übersetzung: Parallelansicht:

Kapitel 31

Sein unsträfliches Verhalten gegen Gott und Menschen - Bereitschaft mit Gott zu rechten

1Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, daß ich nicht achtete auf eine Jungfrau. {Matthäus.5,28} 5,28
Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
2Was gäbe mir Gott sonst als Teil von oben und was für ein Erbe der Allmächtige in der Höhe? 3Wird nicht der Ungerechte Unglück haben und ein Übeltäter verstoßen werden? 4Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Gänge? {Hiob.23,10} 23,10
Er aber kennt meinen Weg wohl. Er versuche mich, so will ich erfunden werden wie das Gold.
5Habe ich gewandelt in Eitelkeit, oder hat mein Fuß geeilt zum Betrug? 6So wäge man mich auf der rechten Waage, so wird Gott erfahren meine Unschuld. 7Ist mein Gang gewichen aus dem Wege und mein Herz meinen Augen nachgefolgt und klebt ein Flecken an meinen Händen, {Psalm.7,4} 7,4
HERR, mein Gott, habe ich solches getan und ist Unrecht in meinen Händen;


8so müsse ich säen, und ein andrer esse es; und mein Geschlecht müsse ausgewurzelt werden. 9Hat sich mein Herz lassen reizen zum Weibe und habe ich an meines Nächsten Tür gelauert, 10so müsse mein Weib von einem andern geschändet werden, und andere müssen bei ihr liegen; {5 Mose.28,30} 28,30
Ein Weib wirst du dir vertrauen lassen; aber ein anderer wird bei ihr schlafen. Ein Haus wirst du bauen; aber du wirst nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen; aber du wirst seine Früchte nicht genießen.
{2 Samuel.12,11} 12,11
So spricht der HERR: Siehe, ich will Unglück über dich erwecken aus deinem eigenen Hause und will deine Weiber nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nächsten geben, daß er bei deinen Weibern schlafen soll an der lichten Sonne.
11denn das ist ein Frevel und eine Missetat für die Richter. 12Denn das wäre ein Feuer, das bis in den Abgrund verzehrte und all mein Einkommen auswurzelte. 13Hab ich verachtet das Recht meines Knechtes oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten? 14Was wollte ich tun, wenn Gott sich aufmachte, und was würde ich antworten, wenn er heimsuchte? 15Hat ihn nicht auch der gemacht, der mich in Mutterleibe machte, und hat ihn im Schoße ebensowohl bereitet? {Epheser.6,9} 6,9
Und ihr Herren, tut auch dasselbe gegen sie und lasset das Drohen; wisset, daß auch euer HERR im Himmel ist und ist bei ihm kein Ansehen der Person.
16Habe ich den Dürftigen ihr Begehren versagt und die Augen der Witwe lassen verschmachten? {Hiob.29,12} 29,12
Denn ich errettete den Armen, der da schrie, und den Waisen, der keinen Helfer hatte.
17Hab ich meinen Bissen allein gegessen, und hat nicht der Waise auch davon gegessen? 18Denn ich habe mich von Jugend auf gehalten wie ein Vater, und von meiner Mutter Leib an habe ich gerne getröstet. 19Hab ich jemand sehen umkommen, daß er kein Kleid hatte, und den Armen ohne Decke gehen lassen? {Jesaja.58,7} 58,7
brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch.
20Haben mich nicht gesegnet seine Lenden, da er von den Fellen meiner Lämmer erwärmt ward? 21Hab ich meine Hand an den Waisen gelegt, weil ich sah, daß ich im Tor Helfer hatte? {Hiob.29,7} 29,7
da ich ausging zum Tor in der Stadt und mir ließ meinen Stuhl auf der Gasse bereiten;
22So falle meine Schulter von der Achsel, und mein Arm breche von der Röhre. 23Denn ich fürchte Gottes Strafe über mich und könnte seine Last nicht ertragen. {Hiob.32,22} 32,22
Denn ich weiß nicht zu schmeicheln; leicht würde mich sonst mein Schöpfer dahinraffen.
24Hab ich das Gold zu meiner Zuversicht gemacht und zu dem Goldklumpen gesagt: "Mein Trost"? {Psalm.52,9} 52,9
"Siehe, das ist der Mann, der Gott nicht für seinen Trost hielt, sondern verließ sich auf seinen großen Reichtum und war mächtig, Schaden zu tun."
25Hab ich mich gefreut, daß ich großes Gut hatte und meine Hand allerlei erworben hatte? 26Hab ich das Licht angesehen, wenn es hell leuchtete, und den Mond, wenn er voll ging, {5 Mose.4,19} 4,19
daß du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel und sehest die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest ihnen, welche der HERR, dein Gott, verordnet hat allen Völkern unter dem ganzen Himmel.
27daß ich mein Herz heimlich beredet hätte, ihnen Küsse zuzuwerfen mit meiner Hand? {1 Könige.19,18} 19,18
Und ich will übriglassen siebentausend in Israel: alle Kniee, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und allen Mund, der ihn nicht geküßt hat.
28was auch eine Missetat ist vor den Richtern; denn damit hätte ich verleugnet Gott in der Höhe. 29Hab ich mich gefreut, wenn's meinem Feind übel ging, und habe mich überhoben, darum daß ihn Unglück betreten hatte? {Psalm.35,13} 35,13
Ich aber, wenn sie krank waren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit Fasten und betete stets von Herzen;
{Sprüche.24,17} 24,17
Freue dich des Falles deines Feindes nicht, und dein Herz sei nicht froh über seinem Unglück;
30Denn ich ließ meinen Mund nicht sündigen, daß ich verwünschte mit einem Fluch seine Seele. {1 Petrus.3,9} 3,9
Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet.
31Haben nicht die Männer in meiner Hütte müssen sagen: "Wo ist einer, der von seinem Fleisch nicht wäre gesättigt worden?" 32Draußen mußte der Gast nicht bleiben, sondern meine Tür tat ich dem Wanderer auf. {1 Mose.19,2} 19,2
und sprach: Siehe, liebe Herren, kehrt doch ein zum Hause eures Knechtes und bleibt über Nacht; laßt eure Füße waschen, so steht ihr morgens früh auf und zieht eure Straße. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen über Nacht auf der Gasse bleiben.
{Hebräer.13,2} 13,2
Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
33Hab ich meine Übertretungen nach Menschenweise zugedeckt, daß ich heimlich meine Missetat verbarg? 34Habe ich mir grauen lassen vor der großen Menge, und hat die Verachtung der Freundschaften mich abgeschreckt, daß ich stille blieb und nicht zur Tür ausging? 35O hätte ich einen, der mich anhört! Siehe, meine Unterschrift, der Allmächtige antworte mir!, und siehe die Schrift, die mein Verkläger geschrieben! {Hiob.23,3} 23,3
Ach daß ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen möchte
36Wahrlich, dann wollte ich sie auf meine Achsel nehmen und mir wie eine Krone umbinden; 37ich wollte alle meine Schritte ihm ansagen und wie ein Fürst zu ihm nahen. 38Wird mein Land gegen mich schreien und werden miteinander seine Furchen weinen; 39hab ich seine Früchte unbezahlt gegessen und das Leben der Ackerleute sauer gemacht: {Hiob.24,11} 24,11
Sie zwingen sie, Öl zu machen auf ihrer Mühle und ihre Kelter zu treten, und lassen sie doch Durst leiden.
40so mögen mir Disteln wachsen für Weizen und Dornen für Gerste. Die Worte Hiobs haben ein Ende.



Impressum © seit 1996 cid - christliche internet dienst GmbH
Letzte techn. Änderung: 2008-02-12 (mha,mdh)