Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 26

Hiobs Antwort: Anerkenntnis der unfaßbaren Majestät Gottes

1Hiob antwortete und sprach: 2Wie stehest du dem bei, der keine Kraft hat, hilfst dem, der keine Stärke in den Armen hat!

3Wie gibst du Rat dem, der keine Weisheit hat, und tust kund Verstandes die Fülle! 4Zu wem redest du? und wes Odem geht von dir aus? 5Die Toten ängsten sich tief unter den Wassern und denen, die darin wohnen. 6Das Grab ist aufgedeckt vor ihm, und der Abgrund hat keine Decke. {Sprüche.15,11} 15,11
Hölle und Abgrund ist vor dem HERRN; wie viel mehr der Menschen Herzen!
7Er breitet aus die Mitternacht über das Leere und hängt die Erde an nichts. 8Er faßt das Wasser zusammen in seine Wolken, und die Wolken zerreißen darunter nicht. {Psalm.104,3} 104,3
Du wölbest es oben mit Wasser; du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehst auf den Fittichen des Windes;
9Er verhüllt seinen Stuhl und breitet seine Wolken davor. 10Er hat um das Wasser ein Ziel gesetzt, bis wo Licht und Finsternis sich scheiden. {Hiob.38,10} 38,10
da ich ihm den Lauf brach mit meinem Damm und setzte ihm Riegel und Türen
{Sprüche.8,27} 8,27
Da er die Himmel bereitete, war ich daselbst, da er die Tiefe mit seinem Ziel faßte.
11Die Säulen des Himmels zittern und entsetzen sich vor seinem Schelten. 12Von seiner Kraft wird das Meer plötzlich ungestüm, und durch seinen Verstand zerschmettert er Rahab. 13Am Himmel wird's schön durch seinen Wind, und seine Hand durchbohrt die flüchtige Schlange. {Jesaja.27,1} 27,1
Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert beide, den Leviathan, der eine flüchtige Schlange, und den Leviathan, der eine gewundene Schlange ist, und wird den Drachen im Meer erwürgen.
14Siehe, also geht sein Tun, und nur ein geringes Wörtlein davon haben wir vernommen. Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen?



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