Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

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Kapitel: 1 |  Inhaltsverzeichnis

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Kapitel 1

1Herr, Allmächtiger, Gott unsrer Väter, Abrahams, Isaaks und Jakobs, und ihres gerechten Samens, {2 Mose.3,6} 3,6
Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich Gott anzuschauen.
2der du Himmel und Erde und alles, was darinnen ist, gemacht hast, 3und hast das Meer gebunden mit deinem Gebot, und hast die Tiefe verschlossen und versiegelt, 4zu Ehren deinem schrecklichen und herrlichen Namen, daß jedermann muß vor dir erschrecken, und sich fürchten vor deiner großen Macht! 5Denn unerträglich ist dein Zorn, den du drohest den Sündern. {5 Mose.32,22} 32,22
Denn ein Feuer ist angegangen durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste Hölle und wird verzehren das Land mit seinem Gewächs und wird anzünden die Grundfesten der Berge.
6Aber die Barmherzigkeit, so du verheißest, ist unermeßlich und unausforschlich. 7Denn du bist der Herr, der Allerhöchste über dem ganzen Erdboden, von großer Geduld und sehr gnädig; und strafst die Leute nicht gern, und hast nach deiner Güte verheißen Buße zur Vergebung der Sünden. {Klagelieder.3,33} 3,33
Denn er nicht von Herzen die Menschen plagt und betrübt,
8Aber weil du bist ein Gott der Gerechten, hast du die Buße nicht gesetzt den Gerechten, Abraham, Isaak und Jakob, welche nicht wider dich gesündigt haben. {Apostelgeschichte.17,30} 17,30
Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun,
{Römer.3,23} 3,23
Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,
{Römer.4,2} 4,2
Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott.
9Ich aber habe gesündigt, und meiner Sünden ist mehr denn des Sandes am Meer, und bin gekrümmt in schweren, eisernen Banden, und habe keine Ruhe, 10darum, daß ich deinen Zorn erweckt habe, und großes Übel vor dir getan, damit daß ich solche Greuel und so viel Ärgernisse angerichtet habe. 11Darum beuge ich nun die Kniee meines Herzens, und bitte dich, Herr, um Gnade.

12Ach, Herr, ich habe gesündigt, ja, ich habe gesündigt, und erkenne meine Missetaten. 13Ich bitte und flehe: Vergib mir; o Herr, vergib mir's! 14Laß mich nicht in meinen Sünden verderben und laß die Strafe nicht ewiglich auf mir bleiben, 15sondern wollest mir Unwürdigem helfen nach deiner großen Barmherzigkeit, so will ich mein Leben lang dich loben. 16Denn dich lobet alles Himmelsheer, und dich soll man preisen immer und ewiglich. Amen.



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