Die Bibel

Elberfelder Bibel 1905 -

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Kapitel 6

Warnung vor Bürgschaft, Trägheit und Falschheit

1Mein Sohn, wenn du Bürge geworden bist für deinen Nächsten, für einen anderen deine Hand eingeschlagen hast; {Sprüche.11,15} 11,15
Sehr schlecht ergeht's einem, wenn er für einen anderen Bürge geworden ist; wer aber das Handeinschlagen haßt, ist sicher.
{Sprüche.17,8} 17,8
Das Geschenk ist ein Edelstein in den Augen des Empfängers; wohin er sich wendet, gelingt es ihm.
{Sprüche.20,16} 20,16
Nimm ihm das Kleid, denn er ist für einen anderen Bürge geworden; und der Fremden halber pfände ihn.
2bist du verstrickt durch die Worte deines Mundes, gefangen durch die Worte deines Mundes: 3tue denn dieses, mein Sohn, und reiße dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist; geh hin, wirf dich nieder, und bestürme deinen Nächsten; 4gestatte deinen Augen keinen Schlaf, und keinen Schlummer deinen Wimpern; 5reiße dich los wie eine Gazelle aus der Hand, und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers. 6Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege und werde weise. {Sprüche.10,4} 10,4
Wer mit lässiger Hand schafft, wird arm; aber die Hand der Fleißigen macht reich.
{Sprüche.20,4} 20,4
Wegen des Winters mag der Faule nicht pflügen; zur Erntezeit wird er begehren, und nichts ist da.


7Sie, die keinen Richter, Vorsteher und Gebieter hat, 8sie bereitet im Sommer ihr Brot, hat in der Ernte ihre Nahrung eingesammelt. 9Bis wann willst du liegen, du Fauler? wann willst du von deinem Schlafe aufstehen? 10Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten, um auszuruhen: {Sprüche.24,33} 24,33
Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten, um auszuruhen !!-!!
11und deine Armut wird kommen wie ein rüstig Zuschreitender, und deine Not wie ein gewappneter Mann. 12Ein Belialsmensch, ein heilloser Mann ist, wer umhergeht mit Verkehrtheit des Mundes, {Sprüche.10,31} 10,31
Der Mund des Gerechten sproßt Weisheit, aber die Zunge der Verkehrtheit wird ausgerottet werden.
13mit seinen Augen zwinkt, mit seinen Füßen scharrt, mit seinen Fingern deutet. {Sprüche.10,10} 10,10
Wer mit den Augen zwinkt, verursacht Kränkung; und ein närrischer Schwätzer kommt zu Fall.
14Verkehrtheiten sind in seinem Herzen; er schmiedet Böses zu aller Zeit, streut Zwietracht aus. 15Darum wird plötzlich sein Verderben kommen; im Augenblick wird er zerschmettert werden ohne Heilung. !!-!! 16Sechs sind es, die Jehova haßt, und sieben sind seiner Seele ein Greuel: 17Hohe Augen, eine Lügenzunge, und Hände, die unschuldiges Blut vergießen; 18ein Herz, welches heillose Anschläge schmiedet, Füße, die eilends zum Bösen hinlaufen; 19wer Lügen ausspricht als falscher Zeuge, und wer Zwietracht ausstreut zwischen Brüdern.

Erneute Warnung vor Ehebruch

20Mein Sohn, bewahre das Gebot deines Vaters, und verlaß nicht die Belehrung deiner Mutter; {Sprüche.1,8} 1,8
Höre, mein Sohn, die Unterweisung deines Vaters, und verlaß nicht die Belehrung deiner Mutter!
21binde sie stets auf dein Herz, knüpfe sie um deinen Hals. {Sprüche.3,3} 3,3
Güte und Wahrheit mögen dich nicht verlassen; binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens;
22Wenn du einhergehst, wird sie dich leiten; wenn du dich niederlegst, wird sie über dich wachen; und erwachst du, so wird sie mit dir reden. {Psalm.119,172} 119,172
Meine Zunge soll laut reden von deinem Worte, denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit.
23Denn das Gebot ist eine Leuchte, und die Belehrung ein Licht; und die Zurechtweisung der Zucht sind der Weg des Lebens: 24um dich zu bewahren vor dem bösen Weibe, vor der Glätte der Zunge einer Fremden. {Sprüche.2,16} 2,16
um dich zu erretten von dem fremden Weibe, von der Fremden, die ihre Worte glättet;
25Begehre nicht in deinem Herzen nach ihrer Schönheit, und sie fange dich nicht mit ihren Wimpern! 26Denn um eines hurerischen Weibes willen kommt man bis auf einen Laib Brot, und eines Mannes Weib stellt einer kostbaren Seele nach. !!-!! 27Sollte jemand Feuer in seinen Busen nehmen, ohne daß seine Kleider verbrennten? 28Oder sollte jemand über glühende Kohlen gehen, ohne daß seine Füße versengt würden? 29So der, welcher zu dem Weibe seines Nächsten eingeht: keiner, der sie berührt, wird für schuldlos gehalten werden. !!-!! {Sprüche.5,10} 5,10
damit nicht Fremde sich sättigen an deinem Vermögen, und dein mühsam Erworbenes nicht komme in eines Ausländers Haus;
30Man verachtet den Dieb nicht, wenn er stiehlt, um seine Gier zu stillen, weil ihn hungert; 31und wenn er gefunden wird, kann er siebenfach erstatten, kann alles Gut seines Hauses hingeben. 32Wer mit einem Weibe Ehebruch begeht, ist unsinnig; wer seine Seele verderben will, der tut solches. {1 Korinther.6,18} 6,18
Fliehet die Hurerei! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber hurt, sündigt wider seinen eigenen Leib.
33Plage und Schande wird er finden, und seine Schmach wird nicht ausgelöscht werden. 34Denn Eifersucht ist eines Mannes Grimm, und am Tage der Rache schont er nicht. 35Er nimmt keine Rücksicht auf irgendwelche Sühne und willigt nicht ein, magst du auch das Geschenk vergrößern.



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