Die Bibel

Elberfelder Bibel 1905 -

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Kapitel 90

Zuflucht in unserer Vergänglichkeit

1(Ein Gebet von Mose, dem Manne Gottes.) Herr, du bist unsere Wohnung gewesen von Geschlecht zu Geschlecht. 2Ehe geboren waren die Berge, und du die Erde und den Erdkreis erschaffen hattest !!- ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott. 3Du lässest zum Staube zurückkehren den Menschen, und sprichst: Kehret zurück, ihr Menschenkinder! {Prediger.1,4} 1,4
Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; aber die Erde besteht ewiglich.
{Prediger.12,7} 12,7
und der Staub zur Erde zurückkehrt, so wie er gewesen, und der Geist zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.


4Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht. {2 Petrus.3,8} 3,8
Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, daß ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag.
5Du schwemmst sie hinweg, sie sind wie ein Schlaf, am Morgen wie Gras, das aufsproßt; {Psalm.102,12} 102,12
Du aber, Jehova, bleibst auf ewig, und dein Gedächtnis ist von Geschlecht zu Geschlecht.
{Psalm.103,15} 103,15
Der Mensch !!- wie Gras sind seine Tage; wie die Blume des Feldes, also blüht er.
{Hiob.14,2} 14,2
Wie eine Blume kommt er hervor und verwelkt; und er flieht wie der Schatten und hat keinen Bestand.
{Jesaja.40,6} 40,6
Stimme eines Sprechenden: Rufe! Und er spricht: Was soll ich rufen? "Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Anmut wie die Blume des Feldes.
6Am Morgen blüht es und sproßt auf; am Abend wird es abgemäht und verdorrt. 7Denn wir vergehen durch deinen Zorn, und durch deinen Grimm werden wir hinweggeschreckt. 8Du hast unsere Ungerechtigkeiten vor dich gestellt, unser verborgenes Tun vor das Licht deines Angesichts. 9Denn alle unsere Tage schwinden durch deinen Grimm, wir bringen unsere Jahre zu wie einen Gedanken. 10Die Tage unserer Jahre, !!- ihrer sind siebzig Jahre, und, wenn in Kraft, achtzig Jahre, und ihr Stolz ist Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell eilt es vorüber, und wir fliegen dahin. {Prediger.1,3} 1,3
Welchen Gewinn hat der Mensch bei all seiner Mühe, womit er sich abmüht unter der Sonne?
{Prediger.1,8} 1,8
Alle Dinge mühen sich ab: niemand vermag es auszusprechen; das Auge wird des Sehens nicht satt, und das Ohr nicht voll vom Hören.
11Wer erkennt die Stärke deines Zornes, und, deiner Furcht gemäß, deinen Grimm? 12So lehre uns denn zählen unsere Tage, auf daß wir ein weises Herz erlangen! {Psalm.39,5} 39,5
Siehe, Handbreiten gleich hast du meine Tage gemacht, und meine Lebensdauer ist wie nichts vor dir; ja, eitel Hauch ist jeder Mensch, der dasteht. (Sela.)
13Kehre wieder, Jehova! !!- Bis wann? !!- Und laß dich's gereuen über deine Knechte! 14Sättige uns früh mit deiner Güte, so werden wir jubeln und uns freuen in allen unseren Tagen. 15Erfreue uns nach den Tagen, da du uns gebeugt hast, nach den Jahren, da wir Übles gesehen! 16Laß deinen Knechten erscheinen dein Tun, und deine Majestät ihren Söhnen! 17Und die Huld des Herrn, unseres Gottes, sei über uns! Und befestige über uns das Werk unserer Hände; ja, das Werk unserer Hände, befestige es!



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