Die Bibel

Lutherbibel 1912 -

bibel-online.net
 [neue Suche] 
Kapitel: 1 |  2 |  3 |  4 |  5 |  6 |  7 |  8 |  9 |  10 |  11 |  12 |  13 |  14 |  15 |  16 |  17 |  18 |  19 |  20 |  21 |  22 |  23 |  24 |  25 |  26 |  27 |  28 |  29 |  30 |  31 |  Inhaltsverzeichnis

Übersetzung: Parallelansicht:

Kapitel 6

Lutherbibel 1912   Schlachter Bibel 1951


Warnung vor Bürgschaft, Trägheit und Falschheit

1Mein Kind, wirst du Bürge für deinen Nächsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet, {Sprüche.11,15} 11,15
Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher.
{Sprüche.17,8} 17,8
Wer zu schenken hat, dem ist's ein Edelstein; wo er sich hin kehrt, ist er klug geachtet.
{Sprüche.20,16} 20,16
Nimm dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wird, und pfände ihn um des Fremden willen.
2so bist du verknüpft durch die Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes. 3So tue doch, mein Kind, also und errette dich, denn du bist deinem Nächsten in die Hände gekommen: eile, dränge und treibe deinen Nächsten. 4Laß deine Augen nicht schlafen, noch deinen Augenlider schlummern. 5Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie eine Vogel aus der Hand des Voglers. 6Gehe hin zur Ameise, du Fauler; siehe ihre Weise an und lerne! {Sprüche.10,4} 10,4
Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.
{Sprüche.20,4} 20,4
Um der Kälte willen will der Faule nicht pflügen; so muß er in der Ernte betteln und nichts kriegen.




Warnung vor Bürgschaft, Trägheit und Falschheit

1Mein Sohn, hast du dich für deinen Nächsten verbürgt, für einen Fremden dich durch Handschlag verpflichtet; 2bist du durch ein mündliches Versprechen gebunden, gefangen durch die Reden deines Mundes, 3so tue doch das, mein Sohn: Rette dich; denn du bist in die Hand deines Nächsten geraten! Darum gehe hin, wirf dich vor ihm nieder und bestürme deinen Nächsten. 4Gönne deinen Augen keinen Schlaf und deinen Augenlidern keinen Schlummer! 5Rette dich aus seiner Hand wie eine Gazelle und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers! 6Gehe hin zur Ameise, du Fauler, siehe ihre Weise an und lerne:

7Ob sie wohl keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat, 8bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte. 9Wie lange liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? 10Ja, schlafe noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hände ineinander ein wenig, daß du schlafest, {Sprüche.24,33} 24,33
Du willst ein wenig schlafen und ein wenig schlummern und ein wenig deine Hände zusammentun, daß du ruhest:
11so wird dich die Armut übereilen wie ein Fußgänger und der Mangel wie ein gewappneter Mann. 12Ein heilloser Mensch, ein schädlicher Mann geht mit verstelltem Munde, {Sprüche.10,31} 10,31
Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet.
13winkt mit Augen, deutet mit Füßen, zeigt mit Fingern, {Sprüche.10,10} 10,10
Wer mit Augen winkt, wird Mühsal anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.
14trachtet allezeit Böses und Verkehrtes in seinem Herzen und richtet Hader an. 15Darum wird ihm plötzlich sein Verderben kommen, und er wird schnell zerbrochen werden, da keine Hilfe dasein wird. 16Diese sechs Stücke haßt der HERR, und am siebenten hat er einen Greuel: 17hohe Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldig Blut vergießen, 18Herz, das mit böser Tücke umgeht, Füße, die behend sind, Schaden zu tun, 19falscher Zeuge, der frech Lügen redet und wer Hader zwischen Brüdern anrichtet.

Erneute Warnung vor Ehebruch

20Mein Kind, bewahre die Gebote deines Vaters und laß nicht fahren das Gesetz deiner Mutter. {Sprüche.1,8} 1,8
Mein Kind, gehorche der Zucht deines Vaters und verlaß nicht das Gebot deiner Mutter.
21Binde sie zusammen auf dein Herz allewege und hänge sie an deinen Hals, {Sprüche.3,3} 3,3
Gnade und Treue werden dich nicht lassen. Hänge sie an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,
22wenn du gehst, daß sie dich geleiten; wenn du dich legst, daß sie dich bewahren; wenn du aufwachst, daß sie zu dir sprechen. {Psalm.119,172} 119,172
Meine Zunge soll ihr Gespräch haben von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind recht.
23Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht, und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens, 24auf daß du bewahrt werdest vor dem bösen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden. {Sprüche.2,16} 2,16
daß du nicht geratest an eines andern Weib, an eine Fremde, die glatte Worte gibt
25Laß dich ihre Schöne nicht gelüsten in deinem Herzen und verfange dich nicht an ihren Augenlidern. 26Denn eine Hure bringt einen ums Brot; aber eines andern Weib fängt das edle Leben. 27Kann auch jemand ein Feuer im Busen behalten, daß seine Kleider nicht brennen? 28Wie sollte jemand auf Kohlen gehen, daß seine Füße nicht verbrannt würden? 29Also gehet's dem, der zu seines Nächsten Weib geht; es bleibt keiner ungestraft, der sie berührt. {Sprüche.5,10} 5,10
daß sich nicht Fremde von deinem Vermögen sättigen und deine Arbeit nicht sei in eines andern Haus,
30Es ist einem Diebe nicht so große Schmach, ob er stiehlt, seine Seele zu sättigen, weil ihn hungert; 31und ob er ergriffen wird, gibt er's siebenfältig wieder und legt dar alles Gut in seinem Hause. 32Aber wer mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr; der bringt sein Leben ins Verderben. {1 Korinther.6,18} 6,18
Fliehet der Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außer seinem Leibe; wer aber hurt, der sündigt an seinem eigenen Leibe.
33Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht ausgetilgt. 34Denn der Grimm des Mannes eifert, und schont nicht zur Zeit der Rache 35und sieht keine Person an, die da versöhne, und nimmt's nicht an, ob du viel schenken wolltest.
 7obwohl sie keinen Fürsten, noch Hauptmann, noch Herrscher hat, 8bereitet sie dennoch im Sommer ihr Brot und sammelt in der Erntezeit ihre Speise. 9Wie lange willst du liegen bleiben, du Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? 10«Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, ein wenig die Hände in den Schoß legen, um zu ruhen»: 11so holt dich die Armut ein wie ein Schnelläufer, und der Mangel wie ein Leichtbewaffneter! 12Ein Taugenichts, ein nichtswürdiger Mensch ist, wer falsche Reden führt 13und dabei mit seinen Augen blinzelt, Kratzfüße macht und die Hände reibt. 14Verkehrtheit ist in seinem Herzen; er schmiedet allezeit Böses, richtet Zänkereien an. 15Darum wird sein Schicksal plötzlich über ihn kommen, augenblicklich wird er zusammenbrechen, unrettbar. 16Diese sechs Stücke haßt der HERR, und sieben sind seiner Seele ein Greuel: 17stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 18ein Herz, das böse Pläne schmiedet, Füße, die schnell zum Bösen laufen, 19ein falscher Zeuge, der Lügen ausspricht, und wer Zwietracht zwischen Brüder wirft.

Erneute Warnung vor Ehebruch

20Bewahre, mein Sohn, das Gebot deines Vaters, und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter! 21Binde sie beständig auf dein Herz, hänge sie um deinen Hals; 22auf deinen Gängen sollen sie dich geleiten, auf deinem Lager dich behüten und wenn du aufstehst, dir in den Sinn kommen! 23Denn das Gebot ist eine Leuchte, und die Lehre ist ein Licht, Zucht und Vermahnung sind ein Weg des Lebens. 24Sie sollen dich bewahren vor dem schlechten Weib, vor der glatten Zunge der Fremden; 25daß du in deinem Herzen nicht nach ihrer Schönheit begehrest und sie dich nicht fange mit ihren Augenwimpern. 26Denn um einer Hure willen kommt man an den Bettelstab, und eines andern Weib gefährdet die teure Seele! 27Kann jemand Feuer in seinem Busen tragen, ohne daß seine Kleider in Brand geraten? 28Oder kann einer auf glühenden Kohlen laufen, ohne die Füße zu verbrennen? 29Also geht auch keiner ungestraft zu seines Nächsten Eheweib und rührt sie an! 30Man verachtet den Dieb nicht, wenn er stiehlt, um sein Leben zu fristen, wenn er Hunger hat; 31wird er ertappt, so muß er siebenfach bezahlen und alles hergeben, was er im Hause hat; 32wer aber ein Weib zum Ehebruch verführt, der ist ein herzloser Mensch; er ruiniert seine eigene Seele, indem er solches tut. 33Schläge und Schmach werden ihn treffen, und seine Schande ist nicht auszutilgen; 34denn der Zorn des Mannes glüht, und am Tage der Rache wird er nicht schonen; 35er sieht kein Lösegeld an und läßt sich durch das größte Geschenk nicht besänftigen.




Impressum © seit 1996 cid - christliche internet dienst GmbH
Letzte techn. Änderung: 2008-02-12 (mha,mdh)