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Lutherbibel 1912 -

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Kapitel 26



Lutherbibel 1912   Schlachter Bibel 1951
1Wie der Schnee im Sommer und Regen in der Ernte, also reimt sich dem Narren die Ehre nicht. {Sprüche.26,8} 26,8
Wer einem Narren Ehre antut, das ist, als wenn einer einen edlen Stein auf den Rabenstein würfe.
2Wie ein Vogel dahinfährt und eine Schwalbe fliegt, also ein unverdienter Fluch trifft nicht.

1Wie der Schnee zum Sommer und der Regen zur Ernte, so wenig paßt Ehre für den Narren. 2Wie ein Sperling davonflattert und eine Schwalbe wegfliegt, so ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein.

3Dem Roß eine Geißel und dem Esel einen Zaum und dem Narren eine Rute auf den Rücken! {Psalm.32,9} 32,9
Seid nicht wie Rosse und Maultiere, die nicht verständig sind, welchen man Zaum und Gebiß muß ins Maul legen, wenn sie nicht zu dir wollen.
{Sprüche.10,13} 10,13
In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken der Narren gehört eine Rute.
4Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, daß du ihm nicht auch gleich werdest. 5Antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, daß er sich nicht weise lasse dünken. 6Wer eine Sache durch einen törichten Boten ausrichtet, der ist wie ein Lahmer an den Füßen und nimmt Schaden. 7Wie einem Krüppel das Tanzen, also steht den Narren an, von Weisheit zu reden. 8Wer einem Narren Ehre antut, das ist, als wenn einer einen edlen Stein auf den Rabenstein würfe. {Sprüche.26,1} 26,1
Wie der Schnee im Sommer und Regen in der Ernte, also reimt sich dem Narren die Ehre nicht.
9Ein Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornzweig, der in eines Trunkenen Hand sticht. 10Ein guter Meister macht ein Ding recht; aber wer einen Stümper dingt, dem wird's verderbt. 11Wie ein Hund sein Gespeites wieder frißt, also ist der Narr, der seine Narrheit wieder treibt. {2 Petrus.2,22} 2,22
Es ist ihnen widerfahren das wahre Sprichwort: "Der Hund frißt wieder, was er gespieen hat;" und: "Die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot."
12Wenn du einen siehst, der sich weise dünkt, da ist an einem Narren mehr Hoffnung denn an ihm. {Sprüche.3,7} 3,7
Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen.
13Der Faule spricht: Es ist ein junger Löwe auf dem Wege und ein Löwe auf den Gassen. {Sprüche.22,13} 22,13
Der Faule spricht: Es ist ein Löwe draußen, ich möchte erwürgt werden auf der Gasse.
14Ein Fauler wendet sich im Bette wie die Tür in der Angel. {Sprüche.6,9} 6,9
Wie lange liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?
15Der Faule verbirgt seine Hand in dem Topf, und wird ihm sauer, daß er sie zum Munde bringe. {Sprüche.19,24} 19,24
Der Faule verbirgt seine Hand im Topf und bringt sie nicht wieder zum Munde.
16Ein Fauler dünkt sich weiser denn sieben, die da Sitten lehren. 17Wer vorgeht und sich mengt in fremden Hader, der ist wie einer, der den Hund bei den Ohren zwackt. 18Wie ein Unsinniger mit Geschoß und Pfeilen schießt und tötet, 19also tut ein falscher Mensch mit seinem Nächsten und spricht danach: Ich habe gescherzt. 20Wenn nimmer Holz da ist, so verlischt das Feuer; und wenn der Verleumder weg ist, so hört der Hader auf. {Sprüche.22,10} 22,10
Treibe den Spötter aus, so geht der Zank weg, so hört auf Hader und Schmähung.
21Wie die Kohlen eine Glut und Holz ein Feuer, also facht ein zänkischer Mann Hader an. {Sprüche.15,18} 15,18
Ein zorniger Mann richtet Hader an; ein Geduldiger aber stillt den Zank.
22Die Worte des Verleumders sind wie Schläge, und sie gehen durchs Herz. {Sprüche.18,8} 18,8
Die Worte des Verleumders sind Schläge und gehen einem durchs Herz.
23Brünstige Lippen und ein böses Herz ist wie eine Scherbe, mit Silberschaum überzogen. 24Der Feind verstellt sich mit seiner Rede, und im Herzen ist er falsch. 25Wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht; denn es sind sieben Greuel in seinem Herzen. 26Wer den Haß heimlich hält, Schaden zu tun, des Bosheit wird vor der Gemeinde offenbar werden. 27Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen. {Psalm.7,16} 7,16
Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat,
{Prediger.10,8} 10,8
Aber wer eine Grube macht, der wird selbst hineinfallen; und wer den Zaun zerreißt, den wird eine Schlange stechen.
28Eine falsche Zunge haßt den, der sie straft; und ein Heuchelmaul richtet Verderben an.
 3Dem Pferd eine Geißel, dem Esel ein Zaum und dem Narren eine Rute auf den Rücken! 4Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, damit du ihm nicht gleichest; 5antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, damit er sich nicht weise dünke. 6Es haut sich die Füße ab und muß Ärger schlucken, wer seine Sachen durch einen Narren besorgen läßt. 7Schwach wie die Beine des Lahmen, so ist ein weiser Spruch im Munde des Toren. 8Wie wenn man einen Stein in der Schleuder festbindet, so ist's, wenn man einem Toren Ehre erweist. 9Ein Dorn geriet in die Hand eines Trunkenen und ein Spruch in den Mund der Toren! 10Ein Händelsüchtiger verletzt alle und nimmt Toren und Landstreicher in seinen Sold. 11Wie ein Hund, der zu seinem Gespei zurückkehrt, so ist ein Narr, der seine Dummheit wiederholt. 12Siehst du einen Mann, der sich selbst weise dünkt, so kannst du für einen Toren mehr Hoffnung haben als für ihn! 13Der Faule spricht: «Es ist ein Löwe draußen, ein Leu ist mitten auf der Straße!» 14Die Tür dreht sich in der Angel und der Faule in seinem Bett. 15Der Faule steckt seine Hand in die Schüssel; er bringt sie kaum mehr zum Mund zurück! 16Ein Fauler dünkt sich weiser als sieben, die verständige Antworten geben. 17Es packt einen vorüberlaufenden Hund bei den Ohren, wer sich in einen Streit mischt, der ihn nichts angeht. 18Wie ein Wahnsinniger, der feurige und todbringende Pfeile abschießt, 19so ist ein Mensch, der seinen Nächsten betrügt und dann spricht: «Ich habe nur gescherzt!» 20Wo kein Holz mehr ist, erlischt das Feuer; und wenn der Verleumder fort ist, so hört der Hader auf. 21Zur Glut braucht es Kohlen und zum Feuer Holz, und um Streit anzufangen, einen zänkischen Mann. 22Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen; sie dringen ins Innerste des Leibes. 23Silberschaum über Scherben gezogen, also sind feurige Lippen und ein böses Herz. 24Mit seinen Lippen verstellt sich der Hasser, und in seinem Herzen nimmt er sich Betrügereien vor. 25Wenn er schöne Worte macht, so traue ihm nicht; denn es sind sieben Greuel in seinem Herzen. 26Hüllt sich der Haß in Täuschung, so wird seine Bosheit doch offenbar in der Gemeinde. 27Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, zu dem kehrt er zurück. 28Eine Lügenzunge haßt die von ihr Zermalmten, und ein glattes Maul richtet Verderben an.




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